Business eats Creativity – was passiert eigentlich vor dem Prototypen?

Bevor ein Prototyp umgesetzt wird, steht zuerst eine Ideationphase an. Diese Phase ist sehr wichtig, denn sie dient nicht nur zur Ideenfindung, sondern speziell auch zur Ideenanreicherung und vor allem Ideenexploration. In der Ideationphase werden verschiedene Kreativitätstechniken angewandt, die den Kollegen dabei helfen, ihre gewohnten Denkmuster zu verlassen und Themen auf verschiedene Art und Weise zu entdecken.

Warum müssen die gewohnten Denkmuster verlassen werden?

Ein paar Antworten zu dieser Frage:

  • Weil Routinen und Komfortzonen den Geist lähmen.
  • Weil außerhalb dieser Denkmuster befindende tolle Anreize nicht mehr gesehen werden.
  • Weil wir sonst immer in dem bisherigen Erfahrungshorizont bleiben und keine wirklichen neuen Ideen finden.

Business eats Creativity

Unter diesem Motto habe ich den Talenten des digic@amps 2017 in zwei interaktiven Workshops die Dos & Dont’s, das Freud & Leid, Mythen vor allem aber die Power von Kreativitätstechniken nähergebracht. Dabei lag der Fokus auf Kreativitätstechniken, die erstmal die Quantität erhöhen, wie

  • Brainwriting
  • Assoziationstechniken mittels Bildern
  • „try to become the problem“

Neben einer kurzen Einführung in die Eigenschaften des kreativen Arbeitens hatten die Teilnehmer sogleich die Möglichkeit, selbst die Methoden auszuprobieren. Hierbei wurden sehr schnell die Unterschiede zwischen den Methoden deutlich und wie schnell sie die eigentlichen Ideen erweitern und für eine große Vielfalt sorgen.

Ich kann nicht ….

… zeichnen, basteln, schreiben, rechnen, erklären! Eine weitere Aufgabe war herauszufinden, wo die eigenen Hürden und Grenzen bei der Anwendung von Kreativitätstechniken liegen. Das fängt meist schon bei der Erstellung von Scribbeln an, erscheint spätestens jedoch wenn ein Prototyp aus verschiedenen Materialien erstellt werden soll. Aber es geht hierbei immer um das Machen und nicht um Perfektion in der Zeichnung. Das war eine wichtige Erkenntnis bei den Teilnehmern. Doch! Ihre könnt es. „Einfach machen“!

Und ewig säuselt der innere Kritiker

Eine weitere Herausforderung bei der Ideenfindung ist, den inneren Zensor im Kopf auszuschalten. Wer kennt nicht die innere Stimme die süß säuselt „Ach, die Idee bringt nicht so viel Umsatz!“, „Ach Du! Die Idee ist kindisch!“ oder „Ach nee, ich mach mich lächerlich vor den Anderen!“ etc. Es ist elementar bei Ideation insbesondere beim Ideenfinden, den Kritiker auszuschalten. Prinzip ist: Erst Ideen finden und diese in einer späteren Phase qualitativ zu untersuchen bzw. kritisieren. Sehr viel Potential geht dabei verloren, wenn zu früh kritisiert wird. Also, offen bleiben und nicht in diese Falle tappen! Achtet auf eure Gedanken.

Es gilt dabei die Reihenfolge:

  • Erst die Idee auf einem Podest stellen,
  • dann diese ausschmücken und zum Leben erwecken,
  • dann erst mit Steinen bewerfen und danach auf den Boden in der Realität setzen.

Wer diese zwei Tipps und die Reihenfolge beachtet, ist schon mal gut gerüstet für eine Ideation.

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