Die Spirit Points von Design Thinking

„Der Auserwählte er wirklich sein mag. Aber trotzdem große Gefahr ich befürchte durch seine Ausbildung.“ Yoda

Kreativ du jetzt bist!

Wer das Format schon mal erlebt hat weiß, Design Thinking ist mehr als nur ein stupides Wegarbeiten verrückter Methoden in lustigen Räumen. Der Ansatz dahinter baut auf vielen unterschiedlichen Elementen auf, die

… die Kreativität fördern,

… zur Zusammenarbeit anregen,

… neue Perspektiven aufzeigen,

… Hürden und Grenzen abbauen und

… zum Experimentieren anregen sollen.

Diese Liste kann noch beliebig weiter ergänzt werden. Es geht im Prinzip um das Auflösen  bestehender Raum-, Zeit- und Personenkonstrukte. Dabei über eine Philosophie oder Wissenschaft zu reden, wäre etwas zu weit gegangen. Dazu ist der Prozess zu hemdsärmelig und macht sich die Wissenschaften eher zunutze.

Einige Spirit Points möchte ich hier kurz vorstellen und beschreiben, da sie das Wesen von Design Thinking ausmachen.

Der Workshopraum …

… dient als Keimzelle des kreativen Arbeitens. Der Gestaltung des Workshopraums kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Denn, dieser ist ganz bewusst nicht so eingerichtet, wie konventionelle Büro- und Meetingräume.

Motto: Raus aus dem Alltag und den bestehenden Grenzen, Prozessen und Gegebenheiten. Rein in das Unstrukturierte und Unvorhersehbare.

Das Gadget Regal …

… ist unverzichtbar und ein gestalterisches Element des Workshopraums. Vollgestopft mit Kuriositäten, Spielen, Figuren und kleinen Krachmaschinen, die das Spielen und letztlich auch die Kreativität anregen sollen – und, das verspreche ich euch, das machen.

Teilweise werden sie bei den Methoden verwendet (z. B. Ideenmixer, Rollenspiele). Spielen ist hier ausdrücklich erlaubt. Spielen mit Gadgets regt die Fantasie an. Ich kann auch nie die Finger davon lassen.

Die Teilnehmer …

… lassen am besten ihre Rolle und Jobbeschreibung vor der Tür des Workshopraums und legen jegliches hierarchisches Denken gleichzeitig mit der Jacke ab. Die größte Herausforderung dabei ist, das Thema mit einem unvoreingenommenen Blick  zu sehen.

Design Thinking Workshops sind Ideen und nicht Hierarchie orientiert. Allein die Idee zählt und das verbindet die Teilnehmer innerhalb dieser Zeit miteinander.

Das Strategiebeil …

… muss vorher begraben werden. Es darf auch nicht innerhalb des Workshops ausgebuddelt werden. Niemals! Denn das Strategiebeil säbel oftmals gnadenlos und viel zu früh im Prozess jede Idee und jedes kreatives Pflänzchen einfach um.

Zu stark ist oftmals der eigene innere Kritiker. Und eine Bitte, lasst ihn doch auch gleich vor der Tür stehen.

Die Kreativitätstechniken …

… werden verwendet, um gezielt neue Ideen, Visionen, Strategien etc. zu erzeugen und Probleme zu finden, visualisieren und zu lösen.

Hierzu bedarf es einer Offenheit der Teilnehmer gegenüber solcher Methoden. Denn so etwas wie Story Telling, Perspektive wechseln oder Ideen visualisieren stand und steht bei vielen Produktmanagern nicht auf dem Lehrplan. Diese neuen Fähigkeiten müssen von vielen erst erlernt werden. Also nicht gleich aufgeben.

Die Zeit …

… ist erfahrungsgemäß immer viel zu knapp. Gleichwohl es vielen Teams anfangs schwer fällt, sich ein oder zwei Tage für einen Workshop Zeit zu nehmen. Dies am Ende sogar bedauern, dass es schon zu Ende ist und nicht alles ausarbeitet werden konnte.

Vertraue dem Prozess …

… auch wenn es innerhalb der einzelnen Methoden gezielt chaotisch zugeht und der Ausgang ungewiss ist. Denn am Ende des Tages kommt immer etwas Anfassbares heraus, mit dem weiter gearbeitet werden kann. Immer.

Nicht vergessen …

… nach dem Workshop ist die Show noch nicht zu Ende. Ganz im Gegenteil. Danach geht es erst richtig los.

Todos können sein:

  • Prototypen zum Programmieren
  • weitere Benchmarks erstellen
  • detailliertere Nutzerstudien einholen
  • strategische Entscheidungen treffen
  • mögliche Partnerschaften eruieren
  • weitere Verfeinerungen der nicht im Workshop betrachteten Ideen
  • ein weiterer Workshop
  • uvm.

Wer also denkt, Design Thinking ist nur ein einmaliger Workshop, der irrt! Es ist der Anfang der Arbeit und Beginn für viele weitere Folgeaktivitäten.

Darüber hinaus sollte der Spirit nicht vergessen werden, für eine Idee zu brennen. Die Idee als verbindendes Element.

Siehe auch:

 

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