12 Design Thinking Rules

Für kreative Workshops sollten diese 12 Design Thinking Regeln am besten in schriftlicher Form auf einem Plakat sichtbar für alle Teilnehmer aufgehängt und verinnerlicht werden:

Scheitere früh und häufig!

Lasse Titel vor der Tür! (Es gibt keine Hierarchien!)

Nicht Reden. Machen!

Es gibt keine guten Ideen – ebenso wenig wie schlechte Ideen!

Baue auf die Ideen anderer auf!

Vermeide Kritik!

Die Quanität ist es! (Generiere viele Ideen!)

Bleibe fokussiert! (Bleibe beim Thema und schweife nicht ab!)

Wage es, wild zu sein!

Denke Menschenzentriert! (Anwenderzentriert!)

Sei visuell! (Sei bildhaft!)

Habe Spaß!

Design Thinking Rules

*Durch die Decke denken – Design Thinking in der Praxis; Juergen Erbeldinger, Thomas Ramge, Redline Vertrag, 2014

3 Kommentare zu 12 Design Thinking Rules

  1. Design thinking is dead
    http://www.fastcodesign.com/1663558/design-thinking-is-a-failed-experiment-so-whats-next

    Long live design thinking
    Aus meiner Sicht scheitert design thinking nicht an der Methode, sondern an der Kultur in der es stattfindet. Während beim design thinking Wochenendkurs im schicken Hotel alles prima klappt, funktioniert nichts mehr, sobald man wieder daheim in der Firma ist. Warum? Weil design thinking nur unter bestimmten Umständen funktioniert. Diese Umstände oder Bedingungen sind: Authentizität und Transparenz, Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Demut und Dankbarkeit. Kollaborative Entscheidungsfindung auf Augenhöhe, sowie eine Lern- Fehler- und Veränderungsbereitschaft jedes Einzelnen.
    Genau diese Attribute werden in den 12 Design rules oben postuliert, sind jedoch in Organisationsstrukturen die hierarchisch und nicht selbstorganisierend aufgebaut sind unmöglich umzusetzen.
    Es bleibt abzuwarten, ob und wie schnell sich agile und holakratische Organisationsformen in Corporate Deutschland durchsetzen, denn Sie scheinen die Voraussetzung für hochkreatives Arbeiten und damit letztendlich effektiven Problemlösungsmethoden wie design thinking zu sein.

    Die Lern und Veränderungsbereitschaft eines Menschen oder einer Kultur ist bereits an der Art der Kommunikation oder der Fragestellung erkennbar.
    a) Frage ich um mein vorhandenes vermeintliches Wissen zu bestätigen
    b) Frage ich um Neues zu lernen oder das Problem besser zu verstehen
    c) Frage ich nicht, sondern beurteile ich nur die scheinbare Lösung die ich gerade wahrnehmen kann

    Bei den Optionen a und b ist jede sinnvolle Diskussion unmöglich, denn die Ursache ist ein Glaubensproblem und kein Wissensproblem.

    „Wenn wir nichts sehen, sehen wir das, was wir glauben.“

    Genauso ist es mit den „Regeln.“ jeder findet sie gut, und trotzdem weiss niemand genau was sie bedeuten und interpretiert sie unterschiedlich.
    Vielleicht wäre es deshalb sinnvoll die Regeln nicht nur aufzuschreiben und an die Tür zu hängen, sondern zuerst zu klären, was jede Regel eigentlich bedeutet und „warum“ sie sinnvoll ist. Auf diese Weise würden sich Menschen vom situativen Glauben zum nachhaltigen Wissen verändern, und lernen, wie lernen eigentlich funktioniert. Denn letztendlich ist design thinking ein ganz normaler agiler Lernprozess und die Regeln zeigen unter welchen Bedingungen lernen nicht funktioniert, und was Maria Montessori schon vor 75 Jahren propagierte. Wer weiss, dass Maria Montessori in Indien hunderte von Kindergärten und Schulen gegründet hat, versteht auch warum Software heute in Indien entwickelt wird, und Lernen einen besonderen Stellenwert in deren Kultur inne hat.

  2. Hi Robert 😉

    Da gebe ich dir in vielen Punkten gern Recht! Design Thinking enthält sehr viele Aspekte, Abhängigkeiten und ist daher ein sehr empfindliches Orchester. Wenn ein Instrument nicht mitspielt, klingt alles eben schief!

    Letztlich fehlt, wie bei allen nutzerzentrierten Entwicklungs- und Innovationsmethoden, auch hier ein ganz wichtiger Aspekt und die grundsätzliche Fragestellung: Woher kommt die Kreativität?

    Und die lässt sich nun mal nicht auf Knopfdruck bestellen:

    https://sonjaquirmbach.com/2015/07/16/der-feind-in-unserem-kopf-kreativitaet-auf-knopfdruck/

    Darauf gibt auch Design Thinking (DT) keine Antwort sondern benennt nur die Rahmenbedingungen. Das allerdings sehr gut.

    Ich bin aber ein positiver, optimistischer Mensch. Deswegen sehe ich DT nicht als aussterbendes Relikt. Sondern wird, wenn überhaupt in andere, neue Ansätze aufgehen. Wie so vieles… aus der reinen Usability-Betrachtung wurde User Experience wurde Customer Experience wurde Design Thinking. Alles ist im Flow.

    Letztlich steht, wie in deinem verlinkten Artikel, unsere kreative Intelligenz dahinter. Als den Menschen immanente Eigenschaft: Schöpfertum! Schöpfertum muss man wollen.

    Methoden, Philosophien und Ansätze leben und sterben mit ihren Anwendern.

    https://sonjaquirmbach.com/2015/07/02/6-donts-in-workshops-die-garantiert-jede-kreativitaet-toeten/

    Aufgeben ist keine Perspektive 😉

  3. Kreativität, spannendes Thema. Ich finde „flow theory“ gibt dazu tolle Beschreibungen, denn nur im flow sind wir kreativ. Witzigerweise ist der „ideale flow“ bei 80% Anstrengung, nicht 150%.
    Ich da mal ein paar Dinge zusammengeschrieben:
    http://happinessgroup.eu/homepage/research/creativity-services/

    Und ja, Schöpfertum muss man wollen. Aber, man darf keine Angst haben, das ist das Problem. Angst und Kreativität vertragen sich gar nicht, drum find ich im „agile manifesto“ den Aspekt des „safe space“ so wichtig. Ich glaube zu viele Menschen fühlen sich nicht sicher, und die Vorgesetzten schaffen vieles, aber genau das regelmässig nicht, dabei wäre es die wichtigste Voraussetzung.

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