Donnerwetter: Wetter.com Redesign

Wetter.com zeigt sich nun im neuen Look and Feel und schließt sich dem Trend an, bei sonst gleichem oder ähnlichem Produktangebot sich durch das Design vom Wettbewerb abzugrenzen. Die Devise ist: Weg von der nüchternen Darstellung der harten Zahlen und Fakten, wie sie noch z. B. bei die wetter.de zu sehen ist. Hin zu Farben, ausdrucksstarken größeren Icons und vor allem zu verständlicheren Informationen, denn nicht jeder Nutzer ist ein Profimeteorologe. Das neue Design

unterstützt den Nutzer durch seine harmonischen Farben und einer überarbeiteten Struktur der Seiten dabei, durch die verschiedenen Wetterdaten und Wetterthemen zu navigieren und zu stöbern. Nicht nur Funktionen wurden zentraler angebunden und zeigen sich in neuem Gewand, sondern auch die Navigation wurde komplett überarbeitet und die Themen zeigen sich inhaltlich besser voneinander abgegrenzt.

Vielfältige Nutzungsszenarien:

Neben der typischen Frage „Wie wird denn heute das Wetter?“, zeigen sich weitere typische Nutzungsszenarien auf, die ein Wetterportal abbilden muss. Bedient werden sowohl spezielle als auch addierende Nutzungsszenarien rund um das Wetter, die sich inzwischen in Wetterportalen etabliert haben, wie z. B.:

  • Gesundheitswetter, wie Pollenflug, Ozonwerte, Biowetter, etc.
  • Klima und Umwelt, wie Treibhauseffekt, Energiesparen, etc.
  • Reisewetter, wie Winter, Strand, Fahrradfahren, Outdoor, etc.
  • Wetterinformationen immer dabei haben (Mobilität)

Die Navigation ist nun eine Art Mega-DropDown mit Empfehlung (obere Abb. alt, untere Abb. neu). Dabei zeigen sich auch hier wieder die bekannten Schwächen und daraus abgeleiteten Kompromisse eines Mega-Drop-Downs. Mit dem Wunsch den Nutzern Alles auf einem Blick in der Navigation zu zeigen, geht dabei oftmals die Übersichtlichkeit und Scanability verloren. Der Nutzer muss sich hier erst mal durchwursteln:

Die deutlich größeren Wetterinformationen zur gesuchten Stadt (links Abb. alt, rechte Abb. neu) zeigen auf einem Blick, wie die aktuelle Temperatur ist. Die Icons zum Wetter passen sich in der Tageszeit an (Nacht/Tag). Störende Links und Hinweise zu weiteren Informationen sind entfernt worden bzw. verstecken sich nun hinter dem Link „Weitere Werte“. Der Nutzer kann sich somit schnell und auf einem Blick über die aktuelle Situation informieren:

Die Karten sind nun freigestellt und verlieren dadurch leider an Bezug, insbesondere wenn es auf die Stadtebene geht (linke Abb. alt, rechte Abb. neu). Weiterhin sind sie nun sehr vereinfacht dargestellt. Zudem sind die Icons in der Karte viel zu groß, so dass die Karte sehr gefleckt aussieht. Der Niederschlagsradar fehlt in der Deutschlandansicht. Er ist über die Subnavigation auswählbar. Dafür können nun alle Länder direkt mittels Drop-Down-Menüs ausgewählt werden. Die Wetterübersichtskarte im neuen Design hat leider etwas an Aussagekraft verloren:

Die Socialmedia-Leiste ist nun sichtbarer integriert neben den weiteren Funktionen, wie z. B. Drucken. An diesem Beispiel ist auch sehr schön zu sehen, dass sich der neu eingefärbte Google+1 Button in Rot deutlich von dem Einheitsblau, in dem Twitter, Facebook und die weiteren Funktionen optisch verschwimmen, abhebt:

Fazit

Die Seiten von wetter.com wirken mit dem Redesign sehr aufgeräumt und lesbarer. Insgesamt ein sehr schönes und emotionales Design, das zum Thema Wetter passt. Wobei mit der Zeit die großzügig eingesetzte Farbe Blau die Informationen zukleistert. Ich hätte mir hier weitere Farben gewünscht zur Akzentuierung und Führung zu Gunsten der Karten und Informationen. Aber wie heißt es so schön: „Nach dem Redesign ist vor dem Redesign!“

Für Hobbymeteorologen und Wetterprofis oder die, die es werden wollen, bietet wetter.com auch das passende Angebot mit detaillierteren Wetterkarten, Prognosen und Daten an, jedoch bezahlungspflichtig.

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