Kleine Wahrheiten über fehlende User Experience Maßnahmen in Unternehmen

Auf ein offenes Wort. Es gibt viele Gründe, weshalb keine UX-Maßnahmen für ein Produkt durchgeführt werden. Nicht jeder Grund ist dabei offensichtlich. Oftmals liegen auch Situationen innerhalb der Produktentwicklung und des Unternehmens vor, die den Produktmanagern keine Möglichkeit im Sinne von Handlungsoptionen lassen, sein Produkt zu optimieren und weiter zu entwickeln.

Die Topliste der Gründe gegen UX-Maßnahmen:

  • Kein Budget für eine Maßnahme, um eine Agentur dafür zu beauftragen.
  • Keine Zeit, um die Maßnahme selbst durchzuführen aber auch keine andere menschliche Ressource dafür.
  • Kein Verständnis über den Nutzen von UX-Maßnahmen für ein Produkt seitens Beteiligter.

Nicht zu unterschätzen sind jedoch die weniger offensichtlichen Bremsen, die sich zudem als Frustfaktor für alle Beteiligten der Produktentwicklung darstellen. Weitere Gründe, weshalb Maßnahmen ausgeschlossen werden:

  • Ein Test könnte vor Launch noch durchgefügt werden, aber es besteht keine Zeit mehr dafür, die möglicherweise gefundenen Ergebnisse im Anschluss nach dem Test auch zeitnah zu implementieren – also weder passend zum Launch noch kurzfristig danach.
  • Ein Budget für eine UX-Maßnahme ist vorhanden aber keines für die Weiternwicklung, damit die möglicherweise gefundenen Ergebnisse zeitnah implementiert werden können.
  • Es gibt ein Budget und auch Zeit ist vorhanden, aber die UX-Maßnahmen werden nicht durchgeführt, weil immer wieder die gleichen Ergebnisse vorliegen und es sozusagen „nichts Neues“ gibt.
  • Priorisierung von Maßnahmen und Projektes kickt die UX-Maßnahme immer wieder von der Priorisierungsliste. Insbesondere, wenn ein Produkt schon live ist und Nutzer hat. Weil das Produkt sichtlich funktioniert, wird dieser Punkt als erledigt empfunden.
  • Es existiert kein Konzept zur Produktweiterentwickung. Simultan dazu ist das Verständnis um das Potentials von multivariatem Testing nicht vorhanden.
  • Wechsel der Verantwortlichkeiten und damit einhergehend auch eine Änderung der UX-Strategie. Heißt hier, war sie vorher wichtig, rückt sie mit der Meinung des neuen Verantwortlichen in eine Nebensächlichkeit.
  • uvm.

Was heißt das konkret?
Es sind abgesehen der Fragestellungen bezüglich Zeit, Manpower und Budget vor allem die kleinen feinen Fallstricke in einem Unternehmen, zwischen Hierarchiestufen, neben einer oder mehrerer Strategie(n), innerhalb einer breiten Produktpalette, mit einer schnellen Entwicklung, aufgrund verschiedener Entwicklungsmethoden, mit denen die User Experience Maßnahmen und letztlich die Strategie zusammentreffen und es sehr viel Reibungsfläche gibt.

Am Puls der Zeit  – Agenturen reagieren
Dies ist auch ein Grund weswegen immer mehr Usability-Agenturen inzwischen ergänzend ein Consulting für Unternehmen anbieten, diese bei der Einführung und Standardisierung von User Experience und Usability Maßnahmen in deren Produktentwicklung und hinzukommend auch bei der Erstellung einer UX-Strategie  zu unterstützen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: