Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?

Was macht User weltweit mit am liebsten? Richtig! Nicht nur nach sich, sondern auch nach und über andere Personen recherchieren.

Das heißt, mal gucken was es so alles für Informationen (Teste, Bilder, Videos etc.) über Person X im WWW gibt.

Es ist die Suche nach Neuem, mit der Hoffnung auch möglichst brisante Heimlichkeiten über eine Person zu entdecken. Etwas, dass eine Person verschwiegen hat. Beliebt ist auch etwas Anrüchiges zu finden.

Recherchiert wird über sich selbst (Ego-Surfen), Freunde, Nachbarn, Kollegen, Verstorbene, Feinde, Ex-Freunde, zukünftige Freunde, Ehefrauen, Geliebte, Berühmtheiten, Nonames, Nicknames etc.

Ein boomender Geschäftszweig bedient mittlerweile die Gelüste und Motivationen dieser Suchenden, wie z. B. yasni.de oder 123people.de als Meta-Personensuchmaschinen, die ausgewählte Indexe abfragen. Das machen Google und Co. auch, jedoch strukturieren diese Meta-Personensuchmaschinen sehr übersichtlich die gefundenen Treffer und machen sie dadurch leichter lesbar.

Personensuchmaschinen sind inzwischen ein elementarer Bestandteil des Webs geworden und nicht mehr weg zu denken. Sie sind gleichermaßen eine Fundgrube geworden für Personalplaner, Stalker, Neugierige und Kontaktsucher. Bündeln sie auf einfachem Wege auf ihrer Suchergebnisseite alle gefundenen Dokumente im Web zu einer Person oder einem Nickname.

In unserem digitalen Zeitalter hinterlassen die meisten User Spuren im Netz. Mache Personen hinterlassen auch ganz bewusst breite Trampelpfade, nicht nur für berufliche Zwecke, sondern um sich selbst darzustellen, aus Spaß am Produzieren.

Da fällt mir doch ein Buch dazu ein mit dem Titel „Wer bin ich – und ja, wie viele?“. Der Titel passt prima zu diesem Thema.

Durchaus kann die Suche nach einer Person, in Google oder 123people.de, unterschiedliche Bilder aufzeigen. Die Bilder sind u. a. abhängig davon, in welchen Plattformen eine Person verzeichnet ist.

Um ein Beispiel zu nennen. Xing hat nun mal einen anderen Charakter als Wer kennt Wen?, beruflicher versus privater Fokus. Nicht zu unterschätzen sind die vielen bunten Bilder von Kontakt- oder Singlebörsen (im engeren und weiteren Sinne).

Darüber hinaus kommen Fragen, die das Web leicht beantworten kann.  Hat diese Person eine Homepage, einen Blog oder ist in Foren unterwegs? Was sagen andere über diese Person? Sind Bilder über diese Person vorhanden? Welche Hobbies hat diese Person? So entstand ein neuer Berufszweig „Reputationsmanager“, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, solchen Fragestellungen im Web hinterher zu suchen.

Wer nun denkt, er kann sich anonym in einem Netzwerk bewegen täuscht sich. Jedes soziale Netzwerk ist in gewissem Maße wie ein Tante Emma Laden: Jeder kennt jeden und es wird auch fleißig getratscht. Aus dem klassischen „He said. She said.“ verselbständigen sich sehr schnell Zerrbilder über eine reale Person, bis hin zu Fake-Profilen die Andere auf Basis der eigenen Angaben erstellt haben und damit ihr Unwesen treiben. Eigene Vertraute werden plötzlich zu Verbündeten von anderen Personen. Es wird geschmiedet und intrigiert. Manch einer ist da schon zum Opfer von Mobbing-Attacken in Plattformen geworden.

Aber jeder kann das auch für sich selbst bestimmen, was im Web oder in einer Plattform über ihn steht. Zumindest bei den Plattformen kann die Sichtbarkeit eigener Informationen und auch Bilder über Rechte und Rollen ausgesteuert werden. Sogar, ob das Profil generell für andere Personen sichtbar ist, lässt sich inzwischen einstellen. Meist liegen solche Funktionen leider recht versteckt im Interface. Neugierdemachen ist mit unter eine Intension der Plattformen. Über die Neugierde und Schaulust werden neue User generiert.

Die Plattformen haben mit ihren Funktionen nachgezogen und bauen weiter aus, um ihre Nutzer stärker zu schützen. Die eine oder andere Plattform gelangt immer mal wieder in die Schlagzeilen, weil sie dann doch nicht mehr so sicher ist nach einem Update oder einer Feature-Erweiterung. Facebook war erst kürzlich in den Schlagzeilen, weil über ihre Applikationen Zugriff auf die Daten für Andere bestand.

Ein anderes großes Thema hierbei ist, wenn auch Jugendliche unter 16 Jahre die Plattformen benutzen. Kinder müssen immer stärker geschützt werden.

Man gebe einfach mal das Wort „Personensuche“ in eine Web-Suche ein und lese die verschiedenen Angebote durch. Durchaus unheimlich, wie leicht man an Profile heran kommt. Ein (fast) komplettes Screening!

Auch zu der steigenden Anzahl an Plattformen gibt eine Gegenbewegung, die sich Reputationsmanagement nennt, z. B. Ruflotse! Heißt, ich kann erwähnten Reputationsmanager beauftragen nach Dokumente im WWW zu suchen, die meinen Namen enthalten und bei Bedarf auch dazu veranlassen, negative Dokumente über mich aus dem WWW zu entfernen. Klingt mühselig!

Siehe auch:

Ein Kommentar zu Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?

  1. Glückwunsch zu dem informativen & lesenswerten Beitrag! Egomarketing und Online Reputation Management sind Themen, die uns sicher auch in den nächsten Monaten/ Jahren immer mehr begleiten werden…

    Den eigenen Online-Ruf zu kennen und zu pflegen, gewinnt immer mehr an Bedeutung! Leider ist der Begriff „Online Reputation Management“ noch nicht bei allen Teilen der Bevölkerung angekommen…wir versuchen daher, in diesem Bereich viel Aufklärungsarbeit zu leisten und bieten mit unserem Angebot ein 360 Grad-Service zum Managen der eigenen Reputation im Internet.

    1. Schritt:
    Der Check der eigenen Person über http://www.yasni.de wir durchsuchen bei unserem Personen-Check alle gängigen Suchmaschinen wie Google, Yahoo und Co. sowei knapp weitere 100 frei im Netz verfügbare Quellen wie Facebook, Xing, MySpace sowie Blogs und Foren.

    2. Schritt:
    Mit einem eigenen Yasni-Profil sich gezielt eigene Suchergebnisse und Links zuordnen, sich dadurch von Namensvettern abzugrenzen und so den eigenen Ruf aktiv zu beeinflussen und zu managen!

    3. Schritt:
    Yasni Premium = für alle, die im Hinblick auf eine Bewerbung oder den Beruf mit ihrem Profil zu bestimmten Begriffen besonders gut gefunden werden wollen http://www.yasni.de/premium

1 Trackback / Pingback

  1. Yasni im Interview « Sonja Quirmbach

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: