bing – bingen – gebingt

Nett sieht sie aus, die als neu deklarierte  Suche von msn! Das Interface ging durch die Schule der Designer und Informationsarchitekten. Das sieht man. Diese Entwicklung finde ich sehr gut! Auch wenn die Meinung in den Medien über bing (kumo) eher negativ eingefärbt ist. Aber meine Bilanz ist:

Design gut, Usability gut, Informationsarchitektur gut, Suche-Features gut. Sicher, die Suchergebnisse sind eben weiterhin nicht wie bei Google. Dieser Artikel gibt eine andere Sicht auf die Suche, anstatt immer nur über Indexqualität und Marktanteile zu berichten:

User Experience
Bing steht für ein modernes, emotionales Design und hat dadurch einen eindeutigen Markencharakter der Suche entwicklet, der sich von Google abhebt. Die User Experience insgesamt ist deutlich verbessert worden.

Suche-Header

  • Aufbau des Headers ist nun auch wie bei Google. Auch hier setzen sie sich scheinbar durch.
  • Harmonisch ist der obere Grauverlauf im Header.
  • Das Hintergrundbild ist recht fehl am Platze und lenkt zu sehr von dem Header und den Suchfunktionen ab.
  • Je nach Bild sind die Kontraste zu der Schrift zu gering. Teilweise wirkt der Header dadurch „schwer“ (zu stark geschminkt). Das Bild schafft natürlich Atmosphäre, auch wenn ich es ein wenig beliebig gewählt finde. Das trifft auch für die Suche Startseite zu.

Suchergebnisseite

  • Die Ergebnisseiten wirken „aufgeräumt“ und der größere Abstand zwischen den Elementen lässt die Seite leicht scannen bzw. lesen. Es gibt keine unnötigen Blickbarrieren durch Linien oder farbliche Begrenzungen. Exklusiv SERP bei Shopping. Da finde ich die SERP noch nicht ausgewogen.
  • Jeder Ergebnisseite unterliegt ein einheitliches ausgewogenes Seitenraster an dem die einzelnen Elemente ausgerichtet sind.
  • Auf der Top Position der SERP sind die verwandten Suchvorgänge oder Optionen zum Einschränken der Suche platziert. Ob sie auf Grund der prominenten Platzierung benutzt werden, ist ein anderes Thema. Schon oft waren diverse Funktionen bei anderen Anbietern an dieser Stelle auf der SERP  zu sehen. Jedoch wurden sie wieder entfernt. Bei Google erscheinen die verwandten Suchvorgänge am Ende der Ergebnisliste, kurz vor den Blätterlinks.
  • Die Anzahl der Ergebnisseiten mit anfangs nur 5 Seiten auswählbar ist gewöhnungsbedürftig. Es dient noch nicht mal zur Kostensenkung.
  • Sehr schön gelöst ist die Einbindung der erweiterten Suche in Web. Das ist User-freundlich und intuitiv.

Der Name
Auch wenn der Name gewöhnungsbedürftig ist und er schon verspottet wird „bing is not google“. Eines muss man den Namen lassen, „bing.de“ lässt sich viel einfacher merken, schneller tippen und ist sogar kürzer als google.de! Ich finde den Namen sogar äußerst griffig: bing – bingen – gebingt! Die erste Assoziation zum Namens bei mir war die Phrase „Es hat bing gemacht.“ Oder „Jetzt hat es bing gemacht.“ Daraus lassen sich natürlich auch wieder lustige Wortspielerein basteln… .

Fazit
Ich hoffe, msn hat nachhaltigen Erfolg mit ihrem Interface-Konzept. Vielleicht lässt sich Google auch mal von anderen Suchen inspirieren!

Hier noch ein paar ältere Screens aus meinem Archiv zum Vergleichen:

AOL.de 2005:

AOL Interface Web-Suche von 2005

Google.com 2008:

Google.com Ausschnitt Interface Web-Suche von 2008

Web.de 2008:

Web.de Ausschnitt Interface Web-Suche 2008

Bing.de 2009:

bing.de Ausschnitt Interface Web-Suche 2009

Links zum Weiterlesen:

1 Trackback / Pingback

  1. Studie: Google versus Bing « Sonja Quirmbach

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