Google – Wonder wheel

Seit kurzem ist unter Google.com das Feature „Wonder wheel“ eingebunden. Zurzeit jedoch nur, wenn man sich das entsprechende Cookie „einfängt“.

Das Wonder wheel bietet wie die Timeline einen anderen Einstieg in die Suchergebnisse und Überblick über das gesuchte Thema. Es ist inhaltlich im Prinzip wie die “Related searches“ zu sehen, aber durch eine Flash-basierte interaktive Applikation mit grafischer Oberfläche dargestellt.

Die Applikation gibt das Suchwort in einem Kreis aus und platziert die mit dem Suchwort in Bezug stehenden bzw. verwandten Wörter herum. Jedes Wort steht dabei für sich, wobei nur max. 8 ausgegeben werden. Somit liegt im Gegensatz zu den „Related searches“ hier eine Einschränkung der Auswahl vor, aufgrund der grafischen Darstellung zu Gunsten der Lesbarkeit. Leider gehen dadurch wichtige Begriffe verloren.

Die Begriffe sind durch Linien nur zum Hauptwort verbunden. Wann immer auf einen Begriff geklickt wird, passen sich nicht nur die verwandten Begriffe an, sondern auch die Suchergebnisse auf der rechten Seite.

Das Wonder wheel bietet somit eine Verfeinerung einer gestellten Suchanfrage auf Basis verwandter Begriffe und muss immer im Zusammenhang mit der Suchergebnisliste gesehen werden.

Beispiel für eine Ansicht:

Google - Wonder wheel - SERP

Die verwandten Begriffe bieten aber nicht immer eine Unterstützung zur Recherche. Über das Suchwort „Tom Hanks“ komme ich beispielsweise nicht über einen verwandten Begriff auf seinen aktuellen Film „Illuminati“.

Beispiel Wonder wheel zum Suchwort „tom hanks“:

Google - Wonder wheel: Tom HanksWenn mir der Name seines neuen Filmes nicht mehr einfällt, habe ich über das Wheel auch keine Chance den Film zu finden, da eine Verknüpfung in der Art „tom hanks movies“ fehlt.

Diese Verlinkung bekomme ich nur, wenn ich zu der Ansicht „Related searches“ wechsle. Dort finde sehr schnell die gewünschte Information.

Beispiel Related searches zu „tom hanks“:

Google Wonder wheel - Related searches

Die Benutzbarkeit innerhalb der Recherche und die Zielführung zum Ergebnis durch das Wonder wheel hängen also stark von den verwandten Begriffen ab, die zum Suchwort ausgegeben werden. Zugunsten der Lesbarkeit werden immer nur max. 8 Begriffe ausgeliefert. Dadurch werden Funktionsumfang und Nutzen des Features stark beschnitten.

Das Prinzip der Darstellung der Ergebnisse bzw. der verwandten Begriffe als Kreise, die mit Linien untereinander verbunden sind, ist nicht neu. Insbesondere in der Forschung gibt es hierzu verschiedene Anwendungsszenarien, z.B. bei professionellen Datenbanken. Für Web-Ergebnisse sind auch schon Ansätze zu sehen, z. B. Grokker oder Kartoo.

Diese Anwendungen innerhalb der Web-Suche finden fast ausschließlich nur bei sehr experimentierfreudigen Nutzer gefallen, als bei den Standard-Nutzer. Die andere Art und Weise der Darstellung sowie das Navigationskonzept durch die Ergebnisse sind für die meisten Nutzer noch immer sehr ungewohnt.

Trotzdem kann man gespannt sein, wie sich das Feature weiter entwickelt.

Das Wonder wheel ist etwas versteckt eingebunden und erreichbar über den Link in der Titelzeile der Suchergebnisse „Show options…“. Bei Klick werden Optionen zum Verfeinern der Suchergebnisse angeboten, z.B. Einschränkung nach Datum, Ansicht der Ergebnisse als Timeline oder auch als Wonder wheel.

Erreichbarkeit:

Google Wonder wheel - Show options

Zum Weiterlesen und Vertiefen siehe auch:

1 Trackback / Pingback

  1. Google im neuen Layout « Sonja Quirmbach

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