Suche – Daily Doings

Meist vernachlässigt, aber zur Suche dazugehörend, ist die stetige Weiterentwicklung, Optimierung und Anpassung der Suche an die Bedürfnisse der Nutzer und des Geschäftsumfeldes.

Einmal aufgesetzt und die gröbsten Bugs behoben, dümpelt manch eine Suche unbeachtet von den Produktverantwortlichen vor sich hin. Somit geht nicht nur sehr viel Potential für die Suchen verloren, insbesondere wenn sie in einem Portal oder einer Web-Seite eingebunden sind, sondern auch für das Unternehmen an sich. Immer wieder verwunderlich, dass auch heutzutage weiterhin z. B. größere Shopping-Seiten oder Online-Zeitschriften das Potential ihrer integrierten Suche nicht oder nicht optimal ausschöpfen. De facto geht einem Unternehmen auch Geld durch die mangelhafte Integration einfach verloren, indem sie die Produkte oder Inhalte für ihre Nutzerschaft nicht ideal auffindbar machen. Dabei gibt es für Web-Seiten Standards zur Optimierung und Weiterentwicklung, die übergreifend auch für die Suche gelten.

Die Basis der Weiterentwicklung stellen die drei Säulen: Business, Produkt und Nutzer. Für jede Säule gibt es Methoden, die das Tracken ermöglichen, wichtige Kennzahlen liefern und die Art und Weise der Benutzung einer Suche somit transparent machen. Ein gut aufgesetztes Monitoring und Controlling liefert hier die Basis für die Richtung der Entwicklung und Optimierung.

Folgende Methoden haben sich dabei in der Praxis im Rahmen des Produktlebenszyklus bewährt:

  1. Regelmäßige Usability-Tests. Sie sind wichtig, um das Interface und die Usability optimal auf das Umfeld in dem die Suche integriert ist und die Nutzer auszurichten. Das Ziel ist u. a. eine leichte und schnelle Informationsrecherche zu unterstützen. Wobei verschiedene Testmethoden herangezogen werden sollten, da sie unterschiedliche Fragestellungen beantworten. Nutzerbefragungen und Usability-Tests sollten in regelmäßigen Zyklen erfolgen und vor allem auch nach größeren Änderungen am Frontend.
  2. Eine Suche – egal ob Web-Suche, Portal-Suche, Lokale-Suche oder Produkt-Suche – lebt immer mit und von den Bedürfnissen ihrer Benutzer. Deswegen gehören zur Entwicklung einer Suche auch die Analysen der Statistiken, mit ihren Kennzahlen für die Bereiche Business, technische Performance und User Experience. Durch das tägliche Monitoring und Controlling dieser Kennzahlen kann sehr schnell auf Änderungen reagiert und zielgerecht die Nutzer- und Unternehmensbedürfnisse ausgesteuert werden.
  3. Auch die Auswertung von Suchlogs ist ein wichtiger Teil, der zur Suche gehört. Sie verraten die Informationsbedürfnisse der Nutzer. Durch das Monitoring der Suchlogs können z. B. sehr schnell aufkommende Themen und Interessen der Nutzer identifiziert werden. Diese Analysen eigenen sich ideal u. a. zur Erweiterung des Portfolios und zur Optimierung der Informationsarchitektur einer Web-Seite.
  4. Die konstante Beobachtung der Mitbewerber und Auswertung ihrer Evolution. Das klassische Benchmarking. Liefern sie wichtige Ideen zur Weiterentwicklung und zu allgemeinen Trends. Je nach Beliebtheit und Größe eines Web-Angebotes setzen sie auch Quasi-Standards im Web, z. B. Google. Diese Quasi-Standards müssen nicht immer eine optimale Usability aufweisen. Der User wird jedoch dadurch habituiert und erwartet dann genau dieses Verhalten auch bei gelichen Angeboten.

Alle Bereiche sind gleichermaßen wichtig. Liefern sie wichtige Erkenntnisse nicht nur zum Status Quo, sondern auch zur Optimierung und Weiterentwicklung. Die Suche ist ein sehr agiles Umfeld. Durch ein gut aufgesetztes Monitoring und Controlling kann flexibel und schnell auf die Änderungen reagiert werden.

-> Einen passenden Artikel hierzu aus dem MSN Live Search Team, verfasst von Ramez Naam: Developing search as a science (Aufgerufen am 20.04.2009).

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